Burnout-Stadien – Verlauf von Burnout

Wer nicht gebrannt hat, kann auch nicht ausbrennen!

Von der Anfangsphase bis zum Endstadium eines Burnouts vergehen oft Monate und Jahre. Der Prozess verläuft schleichend und ist individuell sehr unterschiedlich.

Nach einer zunächst enthusiastischen Phase stagniert das Engagement und es entwickelt sich eine zunehmende Frustration.

Am Ende steht die körperliche, geistige und seelische Erschöpfung, die Entwicklung von Verzweiflung und Depression.

Das zwölf Phasen-Modell von Freudenberger/North

Bereits 1974 wurde Burnout von dem amerikanischen Psychoanalytiker Herbert Freudenberger als Stress-Syndrom beschrieben. 1992 unterteilte er, in Zusammenarbeit mit Gail North, den Verlaufsprozess in zwölf Phasen, welche in der Praxis nicht immer klar voneinander abgrenzbar sind. Die einzelnen Stadien vermischen und überlagern sich häufig und können in ihrer zeitlichen Dauer reichlich variieren.

Burnout: Stadien / Verlauf

Burout Verlauf – Mind | Body | Soul

1. Idealistische Begeisterung -> Zwang sich zu beweisen

Burnout beginnt mit einer enthusiastischen, idealistischen Phase, in der man sich sehr stark engagiert und mit der Arbeit (über-)identifiziert. Es sind hochgesteckte Ziele und hohe berufsbezogene Erwartungen vorhanden – der Wunsch Erfolgreich zu sein!

Man erwartet von sich permanent eine 100%ige Leistung und die Arbeit erhält dauerhaft eine ganz hohe Priorität.

Dieses Stadium im Burnout-Zyklus ist am schwierigsten zu erkennen, da der Wunsch erfolgreich zu sein, im Grunde positiv ist. Nehmen die Erwartungen an sich selbst jedoch immer weiter zu und gewinnt der Wunsch erfolgreich zu sein zu sehr an Dynamik, entsteht eine Art Verbissenheit – wandelt sich der Wunsch erfolgreich zu sein zum Zwang sich zu beweisen.

2. Erste Ermüdungserscheinungen – verstärkter Einsatz – Entkräftung

Ihr Einsatz steigt, meist aus Angst die Kontrolle zu verlieren. Sie leisten freiwillig unbezahlte Mehrarbeit, gönnen sich keine Ruhe und Erholungspausen mehr, Sorgfalt, Perfektionismus und Engagement werden zwanghaft. Ebenfalls typisch für diese Phase ist die Unfähigkeit zu delegieren.

Es folgen unweigerlich die ersten Ermüdungserscheinungen, welche allerdings stetig ignoriert werden, ebenso wie Enttäuschungen und der Frust darüber, dass bestimmte Erwartungen an die Arbeit nicht erfüllt bzw. durch bestimme Ereignisse im Tagesgeschäft wiederholt vereitelt werden.

Der Versuch, durch noch mehr Einsatz und noch höheres Engagement das Erwünschte zu erreichen, führt zu einer schleichenden und unaufhaltsamen Entkräftung, die lange nicht wahrgenommen wird.

3. Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse

Die Arbeit / Ihre Aufgabe hat Sie voll im Griff. Die kleineren alltäglichen Pflichten und Freuden werden mittlerweile als lästig und störend empfunden, Pausen als überflüssig erachtet. Die Ernährung wird als nebensächlich angesehen, der Körper vernachlässigt und der Wunsch nach Sex geht immer weiter zurück.

Private Bedürfnisse werden so lange auf später verschoben, bis ihr Verzicht kaum noch als solcher empfunden wird. Der Konsum von Alkohol, Nikotin und Kaffee steigt häufig an.

4. Verdrängung von Konflikten und Bedürfnissen

Sie spüren zwar, dass etwas nicht in Ordnung ist und die Vernunft sagt Ihnen, dass Sie zurückfahren sollten, aber Sie stellen dennoch immer wieder Ihre Bedürfnisse hinten an, um das ‚gesetzte Ziel‘ zu erreichen. Die Existenz von daraus resultierenden Konflikten wird verleugnet.

Unpünktlichkeit, Vergesslichkeit, Fehlleistungen, Vergesslichkeit und Heimlichkeiten beginnen, denn niemand darf wissen, wie es Ihnen wirklich geht.

Um arbeitsfähig zu bleiben, werden die Ansprüche des Körpers ausgeblendet.

5. Umdeutung von Werten

Es zählt nur noch die Leistung, alte Grundsätze gelten nicht mehr viel. Freundschaften und berufliche Beziehungen werden für Sie zur Belastung. Die Wahrnehmung stumpft ab, Intoleranz und Engstirnigkeit nehmen zu, oft treten Probleme mit dem Partner auf.

Emotional ist diese Phase von Desorientierung geprägt. Ein häufiger Auslöser ist hier ein gestörter Zeitbegriff.

Die Belastung, der Druck ist jetzt so hoch, dass Vergangenheit und Zukunft ausgeblendet werden und nur noch die Gegenwart zählt. Dadurch geht die Relativität der Ereignisse verloren, Wichtiges ist von Unwichtigem nicht mehr zu trennen.

6. Verstärkte Verleugnung auftretender Probleme

Das Verhalten in den vorigen Phasen löst Schwierigkeiten aus, die wiederum verdrängt werden. Die Probleme werden als zeit- und arbeitsbedingt eingestuft und nicht in Zusammenhang mit der persönlichen Veränderung gesehen. Ein meist unbewusster Schutzmechanismus der hier abläuft und den Burnout-Prozess verschleiert.

Sie fühlen sich nicht anerkannt und gehen nur noch ungern zur Arbeit. Die subtilen Vernachlässigungen der persönlichen Bedürfnisse verstärken sich, Zynismus und Sarkasmus entstehen.

Erstmals beginnt das Leiden unter deutlichen Leistungsschwächen und körperlichen Beschwerden.

7. Rückzug

Ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Orientierungslosigkeit macht sich breit, Sie ziehen sich vor sich selbst und der Welt zurück. Alkohol und Medikamente, aber auch Essen und Sex dienen teilweise als Ersatzbefriedigung.

Die Einstellung zu anderen Menschen ändert sich, das soziale Umfeld wird als bedrohlich und überfordernd empfunden. Kein Wunder wenn die sozialen Kontakte immer weniger werden.

Leben und Arbeiten erfolgen nur noch nach Plan.

8. Beobachtbare Verhaltensänderung

Die Flexibilität und Kritikfähigkeit nimmt ab. Die Unterscheidungsfähigkeit ist weitgehend gestört, was Unterstützung, Aufmerksamkeit und Nähe anbelangt. Selbst wohlgemeinte Kritik wird nicht mehr akzeptiert und als Angriff bewertet.

Der Rückzug schreitet voran.

9. Depersonalisation

Das Gefühl für die eigene Persönlichkeit geht verloren und damit auch das letzte Gespür für die eigenen Bedürfnisse. Es folgt eine tiefe Selbstverneinung, die sich sowohl auf den eigenen Körper als auch die eigene Person bezieht.

In dieser Phase fühlt man sich wie abgestorben, das Gefühl der Wertlosigkeit breitet sich aus, man hat den Eindruck, nur noch wie eine Maschine zu funktionieren.

Körperliche Symptome werden gar nicht mehr wahrgenommen.

10. Innere Leere

Es entstehen Ängste, Phobien und Panikattacken. Das Gefühl der inneren Leere ist kaum mehr zu ertragen, man fühlt sich nutzlos, ausgezehrt und erledigt. Der Alltag wird mutlos und energielos bewältigt.

Oft wird versucht die quälende, inneren Leere durch suchtbehaftetes Verhalten wie Kauftouren, exzessiven Sport, die Einahme von Rausch- und Aufputschmitteln (Alkohol, Drogen, Medikamente etc.) oder Fressorgien, zu füllen.

11. Depression

Mittlerweile ist einem einfach alles egal. Dauerhafte Verzweiflung, Niedergeschlagenheit und Erschöpfung stellen sich ein und sind oft die einzig wahrnehmbaren Gefühle.

Die Eigeninitiative und Motivation ist am Nullpunkt angekommen. Es herrscht der Wunsch nach Dauerschlaf – die Depression ist offensichtlich!

Aufgrund der empfundenen Ausweglosigkeit und Hilflosigkeit, in Verbindung mit der permanenten Selbstentwertung, kommt es zu Selbstmordgedanken.

12. Völlige Burnout-Erschöpfung

Die nachhaltige geistige, körperliche und emotionale Erschöpfung lähmt ganz und gar. Es gibt kein ‚Ich‘ mehr, die ursprünglichen Zwänge haben sich aufgelöst und damit der Sinn weiterzuleben.

Die Suizid-Gefahr ist groß! Häufig ist auch das Immunsystem stark angegriffen, die Gefahr von Magen-Darm-Leiden als auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt erheblich.

Burnout Endstadium

Völlige Erschöpfung. Ein psychischer und physischer Kollaps, der sofortiger ärztlicher Hilfe bedarf.

Je nach Bedarf unterstütze ich Sie gerne mit den nachfolgenden Methoden:

KinesiologieCoachingHypnoseEnergiearbeit Systemische Aufstellungen

Burnout – Frühzeitig auf Warnsignale achten und Gegenmaßnahmen ergreifen!

Burnout – Mind | Body | Soul

* Burnout: Phasen des Ausbrennens *

Praxis für Kinesiologie, Energiearbeit und systemische Aufstellungen in München Solln  – Stress / Burnout entgegenwirken München – Kozentration / Motivation steigern München – Konflikte lösen München – Krisen bewältigen München – Ängste meistern München – besser Ein-/Durchschlafen München – Konzentration verbessern München – innere Ruhe und Ausgeglichenheit München – Work-Life-Balance München Solln

– – –  Burn-Out Stadien  – – –  12 Phasen von Burn-Out  – – –  Burn-Out Verlauf  – – –

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