Lebenszyklus – Lebensphasen des Menschen
Lebenssituationen verändern sich:
Ob Sie sich mitten in der Ausbildung befinden, schon viele Jahre berufstätig sind oder dem Ruhestand nähern.
Ob Sie als Single, in einer Beziehung oder mit Kindern leben –
im Laufe unseres Lebens durchwandern wir zahlreiche Lebensphasen, die durch unterschiedliche Motive und Bedürfnisse sowie biologische, psychologische und
soziologische Merkmale geprägt sind.
Jede Lebensphase hat ihren Sinn und ist mit bestimmten Aufgaben und Herausforderungen verbunden. Wenn auch zeitlich manchmal etwas verschoben so bauen sie doch jeweils aufeinander auf.
Und bei jedem Übergang von einer Lebensphase in die nächste ist viel Flexibilität von uns gefordert. Es gilt neue Prioritäten zu setzen, sich neue Fähigkeiten
aneignen, als auch unsere Einstellungen und Handlungen anzupassen.
Da die Übergänge oft fließend sind kann es leicht passieren, dass wir mit den Motiven und Handlungsweisen aus vorangehenden
Lebensphasen versuchen, das aktuelle Leben zu bewältigen – und das bedeutet immer Belastung und kann schnell mal zu einer momentanen
Krise führen.
Was anfangs anstrengend erscheint, weil man eingefahrene Gewohnheiten überwinden muss, bringt dann aber neue Kraft und Freude für den weiteren Lebensweg. Gerne unterstütze ich Sie dabei diese Herausforderung zu meistern.
Entwicklungsaufgaben in den einzelnen Lebensphasen:
Geburt (0 J.)
- Bewältigung der Geburt
- Entwicklung des Überlebenswillens, des aktiven Herangehens an Aufgaben
- Beginn der Atmung
- Umstellung des Kreislaufes und der Versorgung mit Energie/Nährstoffen
- Beginn Temperaturregelung und des Schwereempfindes
- Beginn der eigenen Entgiftung und Infektionsabwehr
Säugling/frühe Kindheit (0-5 J.)
- Aufbau von Urvertrauen durch emotionale Bindung
- Entwicklung der sensorischen und motorischen Fähigkeiten
- Identifikation mit dem eigenen Geschlecht
- Entwicklung des sprachlichen Ausdrucks, der Kommunikationsfähigkeit und sozialer Verhaltensmuster
Späte Kindheit (6-11 J.)
- Aufbau von Beziehungen mit Gleichaltrigen
- Einüben des männlichen oder weiblichen Rollenverhaltens
- Entwicklung des kognitiven Denkenkvermögens
- Entwicklung von Lese-, Schreib-, und Rechenfertigkeiten
- Umgang mit sozialen Gefügen (z.B. Schule)
- Aufbau von Gewissen, Moral und Wertprioritäten
Frühe Jugend – Pupertät (12-17 J.)
- Akzeptanz der hormonellen, neuronalen und körperlichen Veränderungen
- Entwicklung einer psychischen und sozialen Identität
- Innere Ablösung von den Eltern
- Übernahme der männlichen bzw. weiblichen Geschlechtsrolle
- Aufnahme erster sexueller Beziehungen
Späte Jugend – Adoleszenz (18-25 J.)
- Abschluss der schulischen Ausbildung
- Schaffung einer finanziellen und emotionalen Unabhängigkeit von den Eltern
- Aufbau sexueller, partnerschaftlicher Beziehungen
- Entwicklung eines stabilen Selbstbildes und einer Ich-Identiät
- Eintritt in das Berufsleben
Frühes Erwachsenenalter (26-45 J.)
- Aufnahme und Aufrechterhaltung einer festen Partnerbeziehung (Hochzeit/Ehe)
- Familiengründung
- Bewältigung der Berufslaufbahn (Karriere, Berufswechsel, Arbeitslosigkeit)
- Bewältigung der Aufgaben im Haushalt
- Übernahme von Verantwortung als Staatsbürger
Spätes Erwachsenenalter – Wechseljahre (46-60 J.)
- Festigung / Neudefinition der Partnerbeziehung
- Neugestaltung der Paarbeziehung nach Trennung
- Verarbeitung des Todes eines Elternteils/beider Elternteile
- Ablösung von den eigenen Kindern
- Bewältigung altersbedingter körperliche Umstellungen
- Fortführung der beruflichen Karriere, berufliche Neuorientierung
- Fortführung der Verantwortung als Staatsbürger
Frühes Seniorenalter – Ruhestand (60-75 J.)
- Austritt aus dem Erwerbsleben
- Umstellung der Selbstdefinition
- Übernahme von Aufgaben als Großeltern
- Übernahme von nachberuflichen Aufgaben
- Neudefinition einer eigenen Rolle im sozialen Netzwerk
Spätes Seniorenalter (76+ J.)
- Überwindung des Todes eines Partners/einer Partnerin
- Haushalten mit den schwindenen Körperkräften
- Mit chronischen Krankheiten leben lernen
- Ertragen des Verlustes der Selbstversorgungsfähigkeit
- Haltung zum Sterben entwickeln
Wir durchlaufen all diese Phasen mehr oder weniger bewusst. Es mag zwar kulturell und gesellschaftlich bedingte Unterschiede geben, aber grundsätzlich sind diese Phasen weltweit gleich.
Erfolgreiche Gestaltung von Lebensphasen und Übergängen!
