Konzentration fördern

Konzentration ist die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit bewusst auf eine ganz bestimmte Tätigkeit zu lenken, sich dieser voll und ganz zu widmen. Nur das was wirklich wichtig ist, dringt zum Bewusstsein durch, alles andere wird ausgeblendet.

Unruhe, Angespanntheit, die Unfähigkeit sich zu sammeln und zur Ruhe zu kommen sind Begleiterscheinungen unserer hektischen, immer schneller werdenden Zeit. Die stetig anwachsende Reizüberflutung tut ihr übriges.

Insbesondere Kindern fällt es daher heutzutage oft schwer die Aufmerksamkeit bewusst auf eine Tätigkeit zu lenken. Von Reizüberflutung geplagt, gelingt es ihnen zunehmend schlechter, ihre Konzentration für längere Zeit aufrechtzuerhalten und sich ganz auf eine Sache wie z.B. Lernen einzulassen. Es wird ihnen schnell langweilig wenn nicht ständig etwas neues geboten wird oder die gestellten Aufgaben zu kompliziert sind.

Doch Konzentration ist erlernbar durch gezieltes Training der „grauen Zellen“, das Durchführen von spezifischen Konzentrations- und Entspannungsübungen (mental und muskulär) sowie einfachen Bewegungsübungen in Verbindung mit einer ausgewogenen, nährstoffhaltigen Ernährung.

– Jeder Mensch kann sich konzentrieren, vorausgesetzt die Aufgabe macht genug Spaß! –

Sich konzentrieren bedeutet:

  • Die Aufmerksamkeit auf eine Tätigkeit fokussieren
  • Die Aufmerksamkeit über einen gewissen Zeitraum aufrecht zu erhalten
  • Störende Reize von außen und innere Impulse ausblenden
  • Mit wachem Interesse, gesammelt und achtsam eine Tätigkeit durchführen
  • Aufmerksam beobachten und zuhören
  • In der eigenen Mitte, seelisch ruhig und ausgeglichen sein

Still sein, die eigene Mitte spüren, zuhören und ganz auf Empfang schalten anstatt dauernd selbst zu senden ist sowohl für Kinder als auch für uns Erwachsene eine wachsende Herausforderung.

Gründe für Konzentrationsstörungen:

  • Überforderung
  • Leistungsdruck und Zeitdruck
  • Unterforderung
  • Nicht erkennbare Sinnhaftigkeit der Aufgabe
  • Motivationsmangel, Lustlosigkeit – Mangel an Spaß
  • Reizüberflutung – Störquellen von außen (Telefon, Handy, Radio, TV, Gespräche von Mitschülern/Kollegen, Gerüche, etc.)
  • Mangelnde Erholungsphasen oder Sinnesreize
  • Negative Glaubenssätze und schlechte Erfahrungen
  • Belastende Gefühle wie Angst (Schulangst, Prüfungsangst, Versagensängste), Ärger, Wut, Eifersucht, etc.
  • Mangelndes Selbstvertauen
  • Schwierige Entwicklungsphasen wie zum Beispiel Stress in der Familie, Pubertät ...

Konzentrationsschwierigkeiten beheben:

  • Überforderung / Unterforderung identifizieren und abbauen
  • Interesse wecken – Motivation steigern
  • Aufmerksamkeitsprobleme erkennen – Aufmerksamkeitsspanne ausdehnen
  • Konzentrationstraining – Konzentration erhöhen, Flüchtigkeitsfehler vermeiden
  • Mögliche Störquellen erkennen und ausschalten
  • Ängste (Versagensangst, Angst vor schlechten Noten, etc.) meistern
  • Stimmungsschwankungen und emotionale Belastungen ausgleichen
  • Bewusst entspannen – Lernstress abbauen
  • Bewegungsübungen – Kreislauf aktivieren, körperliches Gleichgewicht stärken
  • Praktische Körper- und Wahrnehmungsübungen – Wahrnehmung schärfen
  • Sinneswahrnehmung fördern – ganzheitliches Lernen ermöglichen
  • Selbstsicherheit und Selbstvertrauen stärken

Gezieltes Konzentrationstraining – Konzentrationsfähigkeit erhöhen!